Ein Besuch in Bath
2. Februar 2012 – 09:29 | Bisher unkommentiert

Römische Bäder, das Royal Crescent, großzügige Parkanlagen und das Jane Austen Centre: Die englische Stadt Bath, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, hat viel zu bieten. Nach nur wenigen Schritten durch die englische Stadt Bath fühlt …

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Ägypten - Im Land der Pharaonen

Submitted by Olli on 16. April 2008 – 00:05Bisher unkommentiert

Ägypten - Kaum ein anderes Land beflügelt die Phantasien der Menschen, wie Ägypten. Auch wer sich nicht für Geschichte oder Architektur interessiert, steht ehrfurchtsvoll staunend vor Tempeln und Malereien.

Mit dem Flugzeug ist man in ca. 4 Stunden in einer völlig anderen Welt. Ausgangspunkt dieser kleinen Reise durch ein faszinierendes Land, ist Luxor.

Die Fahrt vom Flughafen zum Schiff ist allerdings wenig romantisch. Doch dies ändert sich, sobald man das Schiff betreten hat. Es wimmelt von Touristen, deren Augen in freudiger Erwartung leuchten. Die Müdigkeit der Reise ist aus den Gesichtern verschwunden. Noch am selben Abend die erste Besichtigung – der Luxor-Tempel bei Nacht. Pylonen, Statuen, Säulen, alles wird angestrahlt und in Szene gesetzt. Die überlebensgroßen Statuen wirken fast lebendig. Geweiht ist dieser Tempel dem Gott Amun, seiner Frau Mut und ihrem Sohn Chons.


Da Ägypten ja auch für seinen Temperaturen bekannt ist, finden die Ausflüge in der Regel am frühen Morgen bis zum Mittag statt, da es Nachmittags zu heiß wird. So geht es also am nächsten Morgen mit dem Bus zum großen Tempel – Karnak steht auf dem Programm. Vor dem Eingang eine Allee von Widdersphingen. Diese Allee verband zu damaliger Zeit, den den großen Tempel von Karnak mit dem Luxor-Tempel. Im inneren des Tempels befindet sich z.B. ein riesiger Säulensaal, ein heiliger See an dem ein Skarabäus steht und Obelisken. Reliefs erzählen über das Leben und die Taten der Pharaonen. Im inneren befinden sich die Heiligtümer Amuns, Chons und Ptah. Man könnte Stunden verweilen und hätte dennoch nicht alles gesehen. Aber der Zeitplan ist eng und weiter geht die Reise ins Tal der Könige.

Eine schmale Zugangstrasse in ein unscheinbares Tal. Von weitem sind die Grabzugänge schwer auszumachen, doch steht man davor, möchte der Besucher sofort hinein. Nicht alle Gräber sind zugänglich und fast alle sind leer, bis auf ein Grab. Das Grab des Thutenchamun. Er ist der einzige Pharao, den man in seinem Grab die letzte Ehre erweisen kann. Dennoch bestechen auch die anderen Gräber durch ihre malerische Ausstattung. Zumeist erzählt sie aus dem Leben des jeweiligen Pharao bis hin zu den Riten und dem Übertritt ins ewige Leben. Szenen aus dem ägyptischen Totenbuch, die dem Betrachter vieles vom Glauben an ein Leben nach dem Tod veranschaulichen. Und gerade auch diese Malereien lassen erahnen, welche Schätze in den Gräbern zu finden waren.

Schon geht es weiter zum nächsten Highlight. Ein architektonisches Meisterwerk, welches auch in der heutigen Zeit Seinesgleichen sucht. Ehrfurchtsvoll steht der Besucher vor dem Totentempel der Königin Hatschepsut. Auch wenn die Farben des terrassenförmigen Tempels in Laufe der Jahrtausende verblasst sind, konnte die Zeit sie nicht ganz abwaschen. Genau wie in den anderen Tempeln, erzählen die Reliefs Geschichten aus dem Leben der großen Pharonin. Allerdings wurden später Kartuschen und Gesichtszüge der Pharaonin zerstört. Bisher wurde immer angenommen, dass es das Werk ihre Stiefsohns sei, doch ist man sich heute dessen nicht mehr so sicher. Es wird vermutet, dass die Zerstörungen aus späterer Zeit stammen.

Ein anstrengender Vormittag neigt sich dem Ende zu. Vorbei an den Mammon-Kolossen geht es zurück auf das Schiff. Ein ausgedehntes Mittagessen wartet. Der Nachmittag wird dringend zur Erholung benötigt um die ersten Eindrücke sacken zu lassen und die Sonne Ägyptens, während das Schiff ablegt und flussaufwärts fährt, genießen zu können. Doch auch während der Fahrt auf dem Nil, gibt es am Ufer immer wieder viel zu entdecken. Die Ufer des Nils erstrahlen in einem satten grün. Kühe weiden auf diesen Wiesen und kleine Wasserkanäle führen ins Nichts, denn hinter dem Grünstreifen flimmert die Wüste.

Am Abend legt das Schiff unterhalb des Tempels von Kom Ombo an. Ruhig liegt dieser in der Abendsonne. Dieser Tempel ist eine Besonderheit, er ist ein Doppeltempel. Hier verehrten die alten Ägypter den Krokodilgott Sobek und Horus. Der Tempel besticht durch seine wunderschönen Reliefs, die teilweise noch Farbe erkennen lassen. Im Inneren kann der Betrachter ein mumifizierten Krokodil bewundern. Es ist zwar nur ein kurzer Aufenthalt, aber ein sehr lohnenswertes Ziel.

Der nächste Halt ist Edfu. Mit Pferdekutschen geht es zum Tempel. Der Tempel von Edfu ist wohl einer der besterhaltenen Tempel Ägyptens, er ist fast vollständig erhalten. Die Eingangspylonen werden vom Horusfalken bewacht. Dem Gott Horus ist dieser Tempel auch geweiht. Angeblich bestand Horus hier seinen größten Kampf mit dem Gott Seth. Im inneren des Tempels ist es angenehm kühl und schattig. Staunend kann der Betrachter das eigentliche Heiligtum umrunden, zwischen Außenmauer und der Mauer des Heiligtums. Eine nahezu unheimliche Stimmung macht sich hier breit. Selbst die Treppen auf das Dach sind erhalten geblieben. Im zentralen Heiligtum kann der Betrachter ein kleine heilige Barke bestaunen.

Im Außenbereich des Tempels sind Reste der antiken Stadt zu bewundern.

Mit der Pferdekutsche geht es zurück zum Schiff.

Der Rest des Tages geht auf dem Nil zu Ende. Weiter geht es auf dem Wasser Richtung Assuan. Die Landschaft verändert sich. Der Grünstreifen wird schmaler und die lybische Wüste rückt näher ans Wasser heran. Ein heißer Wüstenwind fegt über das Schiff. Hier und da sieht man am Ufer kleinere Ruinen.

Am nächsten Morgen ist die Wüste am Wasser und auf einem Hügel taucht ein Bauwerk auf, nicht antik, aus rosa Granit – es ist das Grabmahl des Agha Khan. Unterhalb seine weiße Villa. Assuan ist nicht mehr weit.

Und schon taucht die Skyline der Stadt im Dunst auf. Ein anstrengender Tag erwartet die Reisenden.

Mit der Feluke, ein kleines Segelboot, geht es auf die „Lord Kitchener Insel“, der botanische Garten Assuans. Der Nil ist hier sehr breit. Kleine Inseln tauchen immer wieder auf. Diese Insel ist jedoch ein Oase der Ruhe und Erholung. Mit der Feluke geht es wieder zurück, vorbei an der Insel Elephantine. Hier befand sich eine frühe Siedlung und heute ist hier das Assuan-Museum untergebracht.

Kaum wieder an Land wartet schon ein Bus. Die Fahrt geht zum Stausee, ein Wunderwerk der Technik, versorgt er das ganze Land mit Strom. Doch auch hier, kaum Zeit zum Bewundern, ein Schiff bringt den Besucher zum Inseltempel Philae.

Der Tempel stand nicht immer auf seiner heutigen Insel. Durch den Bau des Stausees drohte der Tempel für immer verloren zu gehen. Nur ein kurze Zeit im Jahr konnte man ihn besichtigen, da er ansonsten zum Teil unter Wasser stand. Die Nachbarinsel Agilkia wurde topographisch so gestaltet, dass der Tempel hier erneut aufgebaut werden konnte, ein logistisches Meisterwerk. Dem Betrachter fällt dies nicht auf, der Tempel steht hier, als hätte er auch schon immer an dieser Stelle gestanden. Dennoch hat er etwas Besonderes an sich, er zieht den Reisenden in seinen Bann. Als Hauptgöttin wurde Isis hier verehrt. Der Tempel wurde unter den Ptolomäern gebaut, ist also im Vergleich zu Karnak oder Luxor recht jung. In christlicher Zeit fielen viele seiner Reliefs der Zerstörung zum Opfer.

Ein letzter Stopp auf der Rückfahrt bringt den Besucher zum unvollendeten Obelisken. Ein Obelisk wurde aus einem Stück gefertigt, direkt im Steinbruch. Bekam er bei den Arbeiten einen Riss, war der Stein nicht mehr zu gebrauchen, so ist dieser unfertige Obelisk erhalten geblieben, in seinem Steinbett und erzählt stumm die Geschichte seiner Entstehung.

Mit dem Bus geht es zum Flughafen, eine Linienmaschine bringt den Besucher nach Abu Simbel, wohl neben den Pyramiden das Bekannteste Bauwerk. Auch diese beiden Tempel wurden durch die UNESCO vor den Fluten des Nasser-Sees gerettet. Im großen Tempel vergöttlichte sich der große Pharao Ramses II. endgültig, indem er seine Statue zwischen den Gottheiten im Heiligtum platznehmen ließ. Schon am Eingang begrüßen 4 Überlebensgroße Statuen des Pharao den Besucher, im Innern Osiris Statuen die ebenfalls den Pharao darstellen. Zweimal im Jahr trifft der Sonnenstrahl im Heiligtum auf die Statue des Pharao, man sagt, an seinem Geburtstag und am Jahrestag seiner Thronbesteigung.

Den kleineren Nachbartempel ließ der Pharao zu Ehren seiner Lieblingsfrau Nefertari errichten. Eine absolute Seltenheit im alten Ägypten. Doch die eigentliche Besonderheit liegt in der Darstellung der Königin, Ramses lässt sie gleichgroß mit ihm darstellen, er erhebt sie damit in die Göttlichkeit. Wie groß muss diese Liebe gewesen sein…

Zurück in Assuan endet die Schiffsreise, aber nicht das Abenteuer. Dieses beginnt mit einer Bahnfahrt über 1000 km von Assuan nach Kairo.

Kairo ist ein Moloch. Dunstglocken hängen über der Millionenmetropole. Die Pyramiden reichen inzwischen bereits bis auf 500 m an den Stadtrand. Von einem Mietwagen sollte man in Kairo absehen, irgendwie fährt jeder wie er meint, aus 3-spurigen Strassen werden mal eben 5 Spuren, dennoch scheint in dem Chaos realtiv wenig zu passieren. Die Stadt pulsiert.

Das Ausflugsprogramm, auch hier voll gepackt. Die Pyramiden von Gizeh erwarten bereits den staunenden Besucher. Blauer Himmel, feiner Sand und Kamele – ein Postkartenidyll. Unglaublich, wie alt die Pyramiden sind. Gebaut ohne moderne Kräne und Computerberechnungen. Stolz recken sie ihre Spitze dem Universum entgegen. Ein Quader ist größer als der Mensch. Allein der Transport dieser Steinungetüme ist eine wahre Meisterleistung. Doch interessant wird es im inneren der Cheops-Pyramide. Schmale Gänge führen den Besucht unentwegt nach oben. Für Menschen mit Platzangst allerdings sehr ungeeignet. Dann endlich, die Grabkammer, auch wenn dort keinerlei Schätze zu bewundern sind, es erfüllt den Betrachter dennoch mit Ehrfurcht. Der steinerne Sarkopharg aus rosa Granit hat die Zeiten überdauert.

Nächste Station der Besichtigungstour – Memphis, nicht in Tennessee, sondern die alte Hauptstadt der ägyptischen Pharaonen. Die Grundrisse der Gebäude lassen die einstige Pracht nur noch erahnen.

Abkühlung in der Hitze schafft die Besichtigung der alten Zitadelle mit ihrer wunderschönen Moschee. Beim Betreten dieser reicht ein Ägypter jedem einen Umhang um Schulter und Knie zu bedecken. Nun noch die Schuhe ausziehen und staunend steht man in einer Welt die so völlig fremd ist, aber dennoch Ruhe und Frieden ausstrahlt. Auf dem Platz vor der Moschee befindet sich ein wunderschöner orientalischer Brunnen- der Reinigungsbrunnen.

Die Ägyptenreise neigt sich langsam dem Ende zu. Doch einen ganzen Tag gibt es noch. Ein klimatisierter Bus bringt den Besucher zu den Ursprüngen des Pyramidenbaus. Zunächst die Stufenpyramide des Königs Djoser in Sakkara. Die Grabkammer befindet sich aber nicht in der Pyramide, sondern im Erdreich. Djosers Baumeister Imhotep legte die Pyramide in Form von aufeinander gesetzten Mastabas an und erreichte damit die Stufenform.

Von Sakkara geht es weiter nach Dahschur. Hier befindet sich die bereits als richtige Pyramide geplante Knickpyramide des Pharaos Snofru. Da es aber Probleme beim Bau gab, der Neigungswinkel war zu steil. Als man diesen versuchte zu korrigieren. Gleichzeitig baute man an einer zweiten Pyramide, deren

Neigungswinkel aufgrund der Erfahrungen beim Bau der Knickpyramide gleich flacher angesetzt wurde. So entstand die erste richtige Pyramide, die rote Pyramide des Königs Snofru.

Wenn man schon einmal in Kairo ist, ist die Besichtung des „Ägyptischen Museums“ ein unbedingtes Muss.

Unbezahlbare Kunstschätze finden sich hier. Ein besonderes Erlebnis ist natürlich die Ausstellung der Grabfunde des Tut-ench-Amun. Der Thronsessel, Kanopenkrüge, filigrane Schmuckarbeiten und nicht zu vergessen die goldene Totenmaske des Pharao. Beim schlendern durch das Museum kommt man unwillkürlich zum Mumiensaal. Eine eigenartige Stimmung liegt über dem Raum. Respektvoll bewegen sich die Besucher zwischen den Glasvitrinen. Die Stille ist nahezu greifbar. Ehrfurchtsvoll steht der Besucher vor dem wohl größten aller Pharaonen, der Mumie Ramses II. und obwohl bereits tausende Jahre tot, fragt man sich insgeheim, ob man sich nur verbeugen oder besser auf die Knie fallen soll. Umgeben ist er von seinem Vater Sethos I. und seinem Sohn Merenptah. Es hat schon etwas Besonderes, diesen großen Pharaonen in die Gesichter zu sehen.

Krönender Abschluss einer Rundreise durch Ägypten, vielleicht auch um wieder in die Gegenwart zu gelangen, ein Besuch auf dem El Khalili Bazar. Enge Gassen, orientalische Gerüche, hier ist Leben. Allerdings sind die meisten Geschäfte bereits auf Touristen eingestellt, hier kann man mit jeder erdenklichen Kreditkarte zahlen und wer keine Kreditkarte hat, der kann bequem mit der Eurocheque Karte zahlen.

Ägypten ist eben doch ein modernes Land geworden und dennoch mit seiner Vergangenheit und der Erinnerung an die ägyptische Götter lebt.

Weitere Informationen:

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