Karneval auf den Kanaren

Karneval auf den Kanaren
Eine Mischung aus Karneval in Rio und Karneval in Köln. So in etwa kann man den Karneval auf den Kanaren und den wohl populärsten auf Teneriffa beschreiben. Bei zwanzig Grad hüpfen hier die bunt gekleideten Menschen zu Salza und Flamenco durch die Stadt. Satire fehlt auch hier nicht, die Politik wird hier genau wie in deutschen Regionen aufs Korn genommen und mit Kostümen und Reden belegt. Der Höhepunkt des kanarischen Karnevals ist die Wahl der Karnevals Queen und der Karnevals Drag Queen. Travestie spielt hier eine wichtige Rolle, denn Dokumente belegen, dass das Verkleiden in ein anderes Geschlecht noch bis Ende des 18 Jahrhunderts verboten war. So kommt es auch, dass mit der normalen Queen des Karnevals auch die Drag Queen von der Eröffnung bis zum Ende eine große Rolle spielt und im Mittelpunkt des Geschehens steht. Abschluss und damit Ankündigung des Endes der Karnevalszeit ist das Begräbnis der Sardine. Dazu wird eine riesiger Fisch aus Pappe in einem Trauermarsch zum Strand geleitet und dort mit Musik und Feuerwerk begraben. Jedes Jahr wird ein neues Motto vergeben unter dem der Karneval steht. So können sich die Narren ganz auf ein Thema konzentrieren und ihre Kostüme zu Schau stellen. Hierzu wird nicht selten ein ganzes Mottodorf nachgebaut, was dann unzählige von Schaulustigen anzieht. Die Ausmaße, die dieses Fest annimmt, es geht immerhin über eine Woche, sind immens. So kommt es, dass der Karneval auf den Kanareninseln der berühmteste in ganz Spanien ist, auf dem Festland wir diese Popularität bei weitem nicht erreicht. In seiner derzeitigen Form entstand der Karneval auf den Kanaren erst mit der Rückkehr der Spanier aus den Kolonien und erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit.
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Bildquelle: © Marco Barnebeck / Pixelio
Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/1516/


