Lanzarote - Informationen über die Kanareninsel

Lanzarote
Die nordöstlichste Insel der Kanaren ist Lanzarote. Sie ist vor rund 15 Millionen Jahren durch unterirdische Vulkanausbrüche entstanden. Die ehemals blühende Insel wurde durch Vulkanausbrüche gezeichnet. Nach dem großen Vulkanausbruch 1730, der sage und schreibe ganze 6 Jahre andauerte, wurde ein drittel der Insel mit Lava überzogen, hier begrub die Lava ganze Dörfer unter sich. Der letzte Vulkanausbruch ereignete sich im Jahr 1824, war jedoch mit dem großen Ausbruch von 1730 nicht zu vergleichen. In diesen Jahren entstanden durch die Ausbrüche des einen Vulkans gleich mehrere hundert kleine, deren Hitze man heute noch deutlich spürt und welcher zu einer unwirklichen Kraterlandschaft wurde. Durch die starre Lavaschicht ist die Landschaft auf Lanzarote extrem karg, hier wachsen nur Pflanzen, die sich der Umgebung angepasst haben. Aufgrund des akuten Wassermangels, Niederschläge sind bis auf den Winter selten, dafür erwacht dann das grüne Leben auf Lanzarote, ist hier Ackerbau in herkömmlicher Weise nicht anzutreffen. Eine grüne Oase inmitten der Tristheit bietet daher das Tal von Haria, hier wurden 1000 Palmen gepflanzt, die durch die Lage im Tal von Kondenswasser genährt werden. Ansonsten ist das Wasserproblem auf Lanzarote durch die Meerwasserentsalzungsanlage relativ gut im Griff. Wobei hier das wachsende Touristenvolk mit ihrem hohen Wasserverbrauch zunehmend zum Problem wird. Je mehr Wasser durch die Entsalzungsanlage aufbereitet werden muss, je mehr Energie muss auch geliefert werden, was wiederum bedeutet, dass mehr Erdöl importiert werden muss. Ein unendlicher Kreislauf, der nicht absehbar ist. Die Tierwelt der Kanareninsel ist ebenso karg wie die Pflanzenwelt. Aufgrund des geringen Angebots an Nahrung, werden hier lediglich Ziegen gehalten, aus deren Milch der berühmte kanarische Ziegenkäse hergestellt wird.
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Bildquelle: © Albrecht E. Arnold / Pixelio
Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/1516/


