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Mexiko - vielfältiges Reiseland

Veröffentlicht von Olli am 29. September 2008 – 21:411 Kommentar

Mexiko

Mexiko

Als Reiseziel ist Mexiko zumindest von uns Europäern bisher noch eher wenig beachtet, doch dabei verbindet der in Nordamerika liegende Staat Mexiko die modernen Einflüsse der westlichen Hemisphäre mit traditionellen Elementen Lateinamerikas wie kein anderer und ist somit ein äußerst interessantes und spannendes Reiseziel für seine Besucher.

Hier finden Urlauber viele spannende Ziele wie unter anderem Mexico City, die Halbinsel Yucatan / Riviera Maya oder unter anderem auch Playa del Carmen, daher eignet sich Mexiko auch ideal für eine Rundreise.

Reisetipps & Sehenswürdigkeiten

Mexiko bietet einiges an Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Antropologisches Museum in Mexico City, die Chichen Itza auf der Halbinsel Yucatan, den Chapulepec Park in Mexico City, die Festung Tulum im Ort Tulum auf der Halbinsel Yucatan, die Isla Cozumel, Xcaret an der Playa del Carmen und natürlich viele mehr. Ein paar werden in diesem Reisebericht noch vorgestellt. Alleine Yucatan ist schon eine Rundreise wert.

Mexico City oder auch Mexiko Stadt

Allen voran ist natürlich Mexico City, die mit mehr als 27 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Erde ist. Damit hat Mexico City so viele Einwohner wie Nordrhein-Westfalen und Bayern zusammen. Die historische Altstadt von Mexiko Stadt und die Wassergärten im Stadtteil Xochimilco wurden von der UNESCO dem Weltkulturerbe zugeordnet.

Erwähnenswert ist auch die Ruinenstadt Teotihuacán nördlich von Mexiko Stadt:
zu Ihrer Glanzzeit war diese Siedlung womöglich die größte menschliche Stadt, bevor Kolumbus Amerika entdeckte. Das Wahrzeichen ist die Sonnenpyramide, die in ihrer Größe den Pyramiden in Ägypten in nichts nachsteht.

Nach der Zeit der spanischen Kolonialisierung wurde Mexiko zu einem streng katholischen Land, das es bis heute noch ist. Dadurch bietet Mexiko aber auch einige der monumentalsten Kirchenbauten der Welt. Große Menschenmengen sollten Sie jedoch nicht einschüchtern, denn täglich zwängen sich zum Beispiel ca. 500.000 Besucher durch die Catedral de Mexico.

Die Barranca del Cobre in Mexiko

Im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua befindet sich eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Mexikos. Die Barranca del Cobre, eine weit verzweigte Schlucht, die noch größer ist als der Grand Canon in den USA. 50 Kilometer lang und 1500 Meter tief ist die Kupferschlucht, die über Jahrtausende von Bergflüssen in die Felsen gespült wurde. Die beste Möglichkeit, die Schlucht zu erkunden bietet eine Fahrt mit der Eisenbahn durch den riesigen Canon, der seinen Namen von der kupfernen Farbe des Gesteins bekommen hat.

Von der Stadt Chihuahua aus kann man mit dem CHEPE, so wird der Zug genannt, bis zur Stadt Los Mochis, direkt am Pazifik, fahren. Durch wechselnde Klima- und Vegetationszonen geht die Fahrt, durch Schluchten und über Bergkämme. Auf seiner Reise durch fast 90 Tunnels und über 38 Brücken überwindet der CHEPE 2500 Meter Höhenunterschied. Wunderschöne, ganz unterschiedliche Landschaften durchquert der Zug. Pinienwälder, Bergseen, Wasserfälle, Pfirsichgärten, wüstenartige Ebenen, Wildwestdörfer und einsame Ranchos liegen auf seinem Weg.

Die Eisenbahntrasse wurde nach dem mexikanischen Bürgerkrieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplant, konnte aber erst 1961 in Betrieb genommen werden. Ursprünglich sollte die Bahn eine Handelsverbindung zwischen dem Pazifik und dem mittleren Westen ermöglichen, heute dient sie aber fast ausschließlich als Touristenattraktion. Die Eisenbahnreisenden können die Fahrt durch die Barranca del Cobre jederzeit unterbrechen und sich unterwegs in Hotels an den Bahnstationen einquartieren. Von hier aus lässt sich die Kupferschlucht auf Wanderungen, Fahrradtouren oder auch auf einem gemieteten Pferd, ausgiebig erkunden. So gibt es noch einige alte Missionskirchen aus der Zeit der Kolonisierung in der Schlucht zu entdecken. Die Tarahumara findet man hier noch wie früher in ihren Hütten und Höhlen. Sie zeigen bis heute kaum Interesse an der Welt der Zivilisation. Auch Nachkommen der Mennoniten, die 1920 Kanada verlassen haben, um sich in der Kupferschlucht anzusiedeln, leben hier noch weitgehend abgeschieden von der Moderne. Man könnte meinen, einen Besuch in einem anderen Jahrhundert zu machen.

Ein außergewöhnliches Erlebnis ist diese Fahrt mit dem CHEPE durch die Barranca del Cobre und wenn der Reisende am Ende der Fahrt den Pazifik vor sich liegen sieht und in die Gegenwart zurückkehrt, so wird er sich noch lange an die zurückliegenden Eindrücke erinnern.

Guanajuato. Mexiko

Eine Station der 1400 Kilometer langen Unabhängigkeitsstraße, die alle Städte miteinander verbindet, die im mexikanischen Unabhängigkeitskrieg von Bedeutung waren, ist Guanajuato, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes.

Guanajuato ist die schönste der Kolonialstädte Mexikos. Direkt neben der Stadt liegt das alte Silberbergwerk, in welchem im 18. Jahrhundert weltweit am meisten Silber gefördert wurde. Eine der Quellen des legendären spanischen Reichtums in jener Zeit. Heute noch fühlt man sich bei einem Aufenthalt in Guanajuato in die kolonialistische Gesellschaft zurückversetzt. Zahlreiche Bauwerke aus dieser Zeit bestimmen das Bild der Stadt und die unzähligen kleinen Plätze und Gassen lassen den Besucher gerne hier verweilen. Auch dass der Autoverkehr größtenteils unterirdisch durch die Stadt geleitet wird, macht den Aufenthalt sehr angenehm.
Während des Unabhängigkeitskrieges wurde der große städtische Getreidespeicher, die Alhondiga de Grananditas, zu einer Festung ausgebaut, trotzdem wurde diese 1810 von den Rebellen unter ihrem Anführer Hidalgo eingenommen, im folgenden Jahr aber von den Spaniern blutig zurückerobert. In der Alhondiga de Grananditas ist heute ein Museum, das seltene Stücke aus der städtischen Geschichte und archäologische Funde ausstellt.

Bei Ausgrabungen auf dem Friedhof von Guanajuato wurden mehrere natürlich mumifizierte Leichen gefunden, diese bilden nun eine Art Gruselkabinett für Touristen im “Musea de las Momias”.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Geburtshaus des in Mexiko sehr berühmten Malers Diego Rivera, der später mit Frida Kahlo in Mexiko-Stadt lebte, Kathedralen, Verwaltungsgebäude, Paläste und Kirchen. Das moderne Guanajuato ist eine lebendige Universitätsstadt, in der regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt werden, die Besucher von überall auf der Welt anziehen. Höhepunkt ist das dreiwöchige Theater- und Musik-Festival Cervantino im Oktober jeden Jahres.

Das Hochlandklima beschert der Gegend außerhalb der Regenmonate August bis Oktober ein dauerhaftes Frühlingswetter, sehr angenehm, um sich ohne größere Anstrengung wie sie große Hitze bedeutet, den Märkten mit landestypischen Spezialitäten und dem immerwährenden Musik- und Folkloreangebot auf den Märkten und Plätzen Guanajuatos zu widmen.

Taxco, Mexiko.

Die Kolonialstadt Taxco liegt auf der Strecke zwischen Mexiko-City und Acapulco und bietet sich , wenn man hier unterwegs ist, als lohnenswerte Reiseetappe an. Die Stadt lehnt sich idyllisch an die Abhänge der Sierra Madre Occidental und von vielen Plätzen weiter oben hat man einen wunderbaren Blick über das Dächermeer der Stadt. Rote Ziegeldächer umgeben von Höhenzügen und dazwischen die wunderschöne rosafarbene Kirche Santa Prisca bieten einen lohnenswerten Anblick.

Die umliegenden Silberminen, die teilweise schon vor der Kolonisierung durch die Spanier ausgebeutet wurden, verhalfen der Stadt Taxco zu großem Reichtum und auch die Kirche San Sebastian y Santa Prisca ist daraus entstanden. Don José de la Borda, der im 18. Jahrhundert, als die Silbervorkommen der Gegend bereits erschöpft schienen, durch die Entdeckung und Ausbeutung einer sehr ergiebigen Silbermine zu großem Reichtum gelangte, schenkte der Stadt diese reich verzierte und kostbar ausgestattete Kirche. „Gott gibt Borda – Borda gibt Gott“, so sein Wahlspruch. Santa Prisca wurde im mexikanischen Stil des Churriguereque, einer Art Barock, gebaut, mit üppiger Ausstattung im Innern und äußerst großzügiger Verzierung der Fassade. Jose de la Borda schenkte der Stadt nicht nur Santa Prisca, sondern er ließ auch prächtige Villen und große Gartenanlagen in Taxco bauen In der Casa Borda sind heute die Regierungsbüros untergebracht, die Casa Figueroa ermöglicht, als ganz typischer Kolonialbau mit seiner Kachelfassade, vielen malerischen Innenhöfen und ausgestattet mit Möbeln aus der Kolonialzeit, dem Besucher einen Blick zurück in diese Epoche des Wohlstands und auch die Casa Humboldt, hier übernachtete der deutsche Naturforscher, ist ein sehenswertes Zeugnis der damaligen Zeit.

In Anlehnung an die durch die Silberbergwerke geprägte Geschichte der Stadt, finden sich heute überall kleine Silberwerkstätten- und Geschäfte, deren Produkte allerdings eine sehr unterschiedliche Qualität aufweisen.
Über die Kunst der Silberschmiede und die Geschichte der Silberstadt Taxco informiert ein kleines Museum mit zahlreichen Ausstellungsstücken aller Art. Aber nicht nur Silber gehört zur Kunstgeschichte Mexikos, im Museum William Spratling werden auch Kunstwerke aus Stein und Keramik gezeigt, die noch aus dem Mexiko vor der Eroberung durch die Spanier stammen.

In Taxco kann man auf der Reise durch dieses Land voller historischer Bauwerke und beeindruckender Monumente längst vergangener Epochen, einen entspannenden Zwischenstopp einlegen. Der Markt um die Kirche Santa Prisca ist sehr einladend und auf jeden Fall einen Besuch wert. Auf der Plaza Borda trifft man auf die Kunsthandwerker der Umgebung mit ihren für die Region typischen Produkten und kann in aller Ruhe ihre Erzeugnisse bewundern. Bei Spaziergängen durch die verwinkelten Gassen und die hübschen Plätze und Innenhöfe der Stadt kann man den Charme des mittlerweile vollständig unter Denkmalschutz gestellten Taxco in vollen Zügen spüren. Oder man genießt einfach den Blick auf das städtische Treiben bei einer Tasse Kaffee aus dem mexikanischen Hochland.

Flugzeit nach Mexiko

Die Flugzeit nach Mexiko, z. B. von Frankfurt nach Mexiko City beträgt ca. 12 Stunden.

Mexiko – vielfältige Wirtschaft und facettenreiche Kultur

Mexiko ist ein Bundesstaat in Nordamerika, welcher im Norden an die Vereinigten Staaten von Amerika und im Süden an Belize und Guatemala grenzt. Mexiko hat eine Fläche von 1.953.200 km², die von über 100.000.000 Einwohnern bewohnt wird. Das mexikanische Staatsoberhaupt ist Präsident Felipe Calderón Hinojosa, die offizielle Amtssprache Spanisch.

Mexiko ist ein klimatisch sehr vielgestaltiges Land. Im Süden herrscht tropisches Klima, im Norden subtropisches. Mexiko gehört somit in den Übergangsbereich der sommerfeuchten äußeren Tropen.
In den letzten Jahren verwandelte sich Mexiko von einer rohstofforientierten Wirtschaft zu einem halbindustrialisierten Land. Dieser Wandel kommt vor allem daher, dass die Regierung immer weniger in die Wirtschaft eingreift. Heute ist Mexiko ist ein wirtschaftlich bedeutendes Land in Lateinamerika. Es belegt momentan Platz 8 der Export-Weltrangliste. Exportiert wird zum Beispiel Rohöl, Erdgas, Baumwolle, Zucker, Kaffee, Garnelen, Textilien, chemische Produkte und Maschinen. Zu den importierten Gütern zählen unter Anderem Telekommunikationsgeräte, landwirtschaftliche Güter sowie Eisen und Stahl.

Viele neue Fabriken in Mexiko werden als Maquiladoras gebaut. Das sind Fertigungsbetriebe, die importierte Teile zu Fertigprodukten für den Export zusammenbauen. Sehr wichtig für die Industrie sind vor allem Fabriken zur Herstellung von Maschinen und Elektronikausrüstung, Ölraffinerien, Papierfabriken, Fabriken zur Tabakverarbeitung und Zuckerraffinerien.

Doch den wohl größten Anteil der Wirtschaft nimmt ein anderer Sektor ein. Die Hälfte des Landes unterliegt nämlich landwirtschaftlicher Nutzung. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Mais, Weizen, Gerste, Reis, Tomaten, Kartoffeln, Obst, Kaffee, Baumwolle und Zuckerrohr. Außerdem ist Mexiko ist ein bedeutendes Erzeugerland für Bienenhonig. Der Viehbestand umfasst vor allem Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Maultiere, Esel und Hühner.

Eine große Zahl der Landarbeiter ist auf so genannten Ejidos, also genossenschaftlichen Bauernhöfen, angestellt. Ausbleibende Regenfälle erschweren jedoch häufig die landwirtschaftliche Produktion. Deshalb wurde durch Bewässerungsprojekte die Nutzfläche vergrößert. Bodenpflegemaßnahmen haben zudem die Erträge erhöht. Die Ausweitung der Agrarflächen und die Anbaumethoden werden allerdings nicht ausreichend kontrolliert. Dadurch entstehen nun Bodenerosion, Versalzung sowie Verunreinigung der Wasserwege und des Grundwassers mit Düngemitteln und Pestiziden.

In Mexiko wachsen wertvolle Hölzer wie Mahagoni, Ebenhölzer, Nussbäume und Rosenhölzer. Im Gegensatz zur restlichen Wirtschaft wird das Fällen von Bäumen heute von der Regierung streng kontrolliert. Das liegt an dem früheren Raubbau am Baumbestand.

Die mexikanische Kultur ist eine vielfältige Mischung aus indianischen, spanischen und US-amerikanischen Traditionen. In Mexiko gibt es eine reiche Tradition der Malerei und Bildhauerei.
Besonders berühmt ist die mexikanische Küche. Für Mexiko typisch sind die Tortillas, eine Art Mehlfladen, die zu jedem Essen dazugehören. Außerdem sind meist Chilis oder Chilisaucen auf dem Tisch, deren Schärfe höchst unterschiedlich sein kann. Sehr gerne getrunken wird die von den Spaniern eingeführte Horchata, ein süßliches Reis/Zimt-Getränk, das gekühlt serviert wird Die üblichen alkoholischen Getränke sind Bier, Tequila, Mezcal und Pulque.

Die Mexikaner haben auch ein Gefühl für die schönen Seiten des Lebens – Tanzen, Feiern und Singen liegt diesem gastfreundlichen Volk geradezu im Blut. Für die richtige Stimmung sorgen dabei weltbekannte Getränke – sei es nun der „wirkliche“ Tequila, der nur in der gleichnamigen Stadt produziert werden darf, um diesen Namen tragen zu dürfen, oder auch Mezcal, der Schnaps mit einem Wurm in der Flasche.

Mexiko ist ein äußerst interessantes Land, gerade weil es so vielfältig ist. Daher wird es auch für immer mehr Touristen zum Ziel und Mexiko Reisen werden immer beliebter. Mexiko bietet also weit mehr, als oft berichtet wird. Ein Besuch lohnt sich also!

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Weitere Informationen und Reisetipps zu Mexiko finden Sie auf der Seite: mexiko-tipps.de

Bildquelle: © Stephan Kaminski / Pixelio

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