Lissabon - die Stadt des Kontrastes

Lissabon
Lissabon ist eine Stadt des Kontrastes. Erbaut auf sieben Hügeln am Fluss geht es bergauf und bergab auf breiten Avenidas und den engen Gassen, in denen Neues mit altem verbunden, Reichtum und Armut nebeneinander liegen. Die Vielfältigkeit und der multikulturellen Charme der Stadt überdecken jedoch nicht die Probleme, die noch verhältnismäßig junge Demokratie mit den alten politischen Strukturen des Landes hat. Die Armut vieler alter Menschen ist nicht zu übersehen. Viele der Losverkäufer, die in Lissabon überall zu sehen und vor allem zu hören sind, werden von Wohlfahrtsorganisationen unterstützt. Gleichzeitig spürt der Besucher die quirlige Lebensfreude in der Stadt am Atlantik. Geschäfte, Restaurants, Bars und Garküchen mit Sitzplätzen sind voll von Menschen. Aber auch die engen Straßen mit ihren Bögen, Höfen, Treppchen, blumigen Fensterbänken und Unterwäsche vor den Fenstern sowie der Geruch nach Meer sind liebenswerte Facetten. Die Seefahrt ist vor allem im Stadtkern ein Thema.
In Lissabon ist die Zeit stehen geblieben
Hier scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie von hier aus die Seefahrer aufbrachen, um in der Ferne neue Gefilde zu entdecken. Zu Letzteren gehört auch Fardo-Musik. Eine traditionell portugiesische Musikrichtung, die schon gehörig sentimental anmutet, ohne dabei kitschig zu werden. Die Lieder erzählen von Sehnsucht, Schicksal und Trennungsschmerz. Die Lissabon-Karte ist für jeden ein Muß, der gern ins Museum oder Theater geht. Sie steht für freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, freien Eintritt in den meisten Museen sowie Ermäßigungen in Restaurants und Theatern. Sie kostet für einen Tag 16 ?, für zwei Tage 27 ? und für 3 Tage 32 ?. Sehr preiswerte Alternative der Fortbewegung ist in Lissabon das Taxi. Lissabon kann man das ganze Jahr über bereisen. Das Wetter ist zwar durchaus wechselhaft, insgesamt aber sehr mild. Die Erkundung Lissabons beginnt man am besten im unteren Teil der Stadt. Es ist das ältere und der malerischere Teil Lissabons. Ein Labyrinth aus Gassen, dennoch wirkt es aufgeräumt. In einem ehemaligen Wasserwerk am Rande von Farma befindet sich ein interessantes Fardo-Museum zum schauen und hören. Die bedeutendste Kirche Lissabons liegt im Schatten der Burg. Sehenswert ist vor allem die Sakristei, deren Wände mit Marmor verkleidet sind. Denn auf bergauf geht es weiter zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt.
Die Burganlage
Die Burganlage, das Castillo, war bis zum 15. Jahrhunderts Königsresidenz und bietet nun einen schönen Blick über die Stadt und den Fluss, in den Gärten kann man wunderbar entspannt spazieren. In diesem sicherlich wichtigsten Museum Portugals sind Kunstwerke europäischer Maler aller Epochen zu sehen. Ein paar Meter sind es bis zur eher schlichten Jesuitenkirche, die seitlich eine sehr beachtenswerte Kapelle hat. Der sogenannte ?Escalador? befindet sich im Stadtteil Baja. In dem 20 m hohen Eisenbetonturm befindet sich ein Aufzug, der den Stadtteil Baja Major mit der Altstadt verbindet. Ein Museum in unmittelbarer Nähe gibt einem fantastischen Einblick in die Geschichte von Lissabon. Von hier ist’s nicht weit zum Kloster. Am Ufer des Tejo steht eine weitere, kleinere Burg, das Wahrzeichen Lissabons. Von dort aus wurden die Feinde bei der Einfahrt betrachtet. Wer die typische Einkaufsatmosphäre schätzt, ist weiter unten gut aufgehoben. Internationale Designer sind in der Rua Augusta und in den Seitenstraßen beheimatet. Sehr schöne portugiesische Designermode gibt es bei Salazar. Weiter außerhalb befindet sich ein großes Einkaufszentrum, an der Avenida Colombo. Die Einkaufszentren schließen nicht vor 22:00 Uhr, öffnen dafür aber später, nämlich erst um 10:00 Uhr.
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Bildquelle: © kertho / Pixelio
Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/127/


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Sehr guter Artikel! Daumen Hoch
Ein exzellenter Artikel, der viel Lust auf die Attraktionen und Gegensätze Lissabons macht - herzlichen Dank!
Ich freue mich auf mehr!