Die Pyramiden von Güimar

Die Pyramiden von Güimar
Auf der Kanareninsel Teneriffa befinden sich die Pyramiden von Güimar. Sechs von ehemals neun Pyramiden sind dort erhalten. Es gab noch weitaus mehr solcher Bauten, diese wurden jedoch von Einheimischen abgerissen und als billiges Baumaterial verwendet, sie bestehen nämlich aus Lavagestein. Die Erforschung dieser Pyramiden ist noch recht jung, erst im Jahr 1991 wurde der weltweit bekannte Abenteurer und Forscher Thor Heyerdahl aus Norwegen auf die Pyramiden von Teneriffa aufmerksam und ließ sich dort nieder um diese zu erforschen. Den Sinn dieser Pyramiden, deren Bedeutung und Alter konnten bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Teilweise wird angenommen, dass diese im 19 Jahrhundert entstanden, anderer Thesen gehen von einer Entstehungszeit von 800-1000 nach Christus aus. Auch die Ausrichtung der Pyramiden ist ein Streitpunkt. Ob die Ausrichtung gewollt oder zufällig ist, darüber streiten sich die Gemüter. Fakt ist jedoch, dass man bei der Sommersonnenwende von der Plattform der Pyramide den Sonnenuntergang zwei Mal erleben kann. Die Sonne taucht hinter einer Bergspitze ab, erscheint dann wieder um ein zweites Mal hinter der benachbarten Bergspitze zu versinken. Auf der Westseite jeder Pyramide befinden sich Treppen, die zur Wintersonnenwende alle in Richtung der Aufgehenden Sonne zeigen. Gewollt oder Zufall? Im Gegensatz dazu kontern diverse Archäologen, ihrer Meinung nach wurden einfach nur Steine von den Feldern entfernt, die für die Bauern hinderlich waren und terassenförmig aufgeschichtet. Hier wird noch weiter geforscht und gestritten, phänomenal ist es allemal. Thor Heyerdahl beendetet seine Grabungen 1998 und machte die Pyramiden somit der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Informationszentrum und verschiedene Ausstellungen ziehen hier die Besucher an.
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Bildquelle: © Klaus-Peter Wolf / Pixelio
Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/1516/


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